Tierschützer fordern Schließung des Nürnberger Delfinariums

Nur vier Tage lebte der von der Nürnberger Zoo-Leitung lang erwartete kleine Tümmler. Am Sonntag starb der kleine Meeressäuger angeblich an Unterzuckerung.

Dies ist bereits das sechste tote Delfinbaby im Nürnberger Tiergarten innerhalb von drei Jahren. Damit verstarben dort seit 1973 bereits frühzeitig 32 Delfine.

Der geplante Neubau der Nürnberger Delfin-Lagune für 10,3 Millionen Euro wird damit von Tierschützern in Frage gestellt, zumal befürchtet wird, dass aufgrund der mangelnden Nachzuchten wieder Wildfänge eingebracht werden könnten, deren Importe zwar unter das Washingtoner Artenschutzabkommens fallen würden, gleichwohl aber über Umwege von anderen Zoos möglich seien. Lt. Mitteilung der Bundesregierung dürfen Delfine zu Forschungs- und Bildungszwecken importiert werden. Ein Importverbot der Bundesregierung für Delfine sei nicht vorgesehen, so Ingbert Liebing MdB, von der CDU/CSU-Fraktion. Insgesamt wurden bereits 23 Delfine verschiedener Arten aus sog. freier Wildbahn, überwiegend erfolglos, in Nürnberg angesiedelt.

Jürgen Ortmüller, Wal- und Delfinschützer aus Hagen/Westf., der bereits spektakuläre Walschutzaktionen mit den ehemaligen Greenpeace-Mitbegründer Paul Watson zum Schutz der Wale unternommen hat und der für Ende Juni in Berlin eine Fachtagung zum Thema Delfintherapie mit dem bekannten TV-Trainer von 'Flipper', Richard O'Barry, vorbereitet, zum Tod des Nürnberger Delfin-Babys: 'In den Delfinarien werden die Delfine gequält. Die kleinen Becken entsprechen nicht einer artgerechten Haltung und die mangelhafte unnatürliche Wasserqualität gibt den Meeressäugern den Rest. Das ist, als wenn wir unsere Kinder in engen, schlecht belüfteten Besenkammern großziehen würden. Die intelligenten Meeressäuger brauchen ihren natürlichen Freiraum mit einem täglichen Schwimmverhalten von rund 50 - 100 Kilometern. So dümpeln sie auf 1000 m² dahin. Der Tod des kleinen Delfinbabys in Nürnberg war nur eine Frage der Zeit.' Der Walschutzexperte weißt darauf hin, dass Wale und Delfin nicht domestiziert werden könnten. Die permanenten Totgeburten würden das beweisen. Via: www.pr-inside.com

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